Bube, Dame, König, Ass - Neues Spiel, neues Glück. Ein weiterer Mitspieler hat sich zur Runde gesellt - Alex Bull, er gibt die Karten. Ein verschmitztes Lächeln kann er nicht verbergen, irgendwas hat er vor. Nur was? Selbst alteingesessene Mitspieler versuchen immer wieder aufs Neue, seine Strategie zu durchschauen. Vergebens, denn da liegt gewissermaßen auch ihr Fehler: Alex ist kein Stratege, der kühl und berechnend Runde um Runde abarbeitet. Er ist ein Spieler, spielt mit seinem Gegenüber und nicht gegen ihn. Mit unerwarteten Zügen bringt er die Anderen dazu, kurz die Kontrolle aus der Hand zu geben. Aber mit der nächsten, gut gemeinten Karte gibt er ihnen gleichzeitig die Sicherheit, dass es hier nichts zu verlieren gibt. Die Lust am Spiel bleibt erhalten, denn schmerzhafte, niederschmetternde Karten sind nicht sein Stil. In gewisser Weise frech, aber immer fair, hält er die Mitspieler bei Laune und gibt ihnen ein gutes Gefühl. Da werden Sieg oder Niederlage völlig unwichtig, denn der Verlauf selbst ist aufregend. Mit Spannung wird der nächste Tune erwartet, Überraschungen bilden die Höhepunkte. Okay, Überraschungen können erfreulich oder ärgerlich sein, aber Alex Bull kann mit seiner Menschenkenntnis abschätzen, was die insgeheimen Wünsche des Publikums sind. So wird knarzender Minimal-Tech plötzlich durch einen sonnigen Chord unterbrochen und alle Arme sind oben. Wenn sich alle ausgejubelt haben, dreht er den Spieß um und gibt funky Tech-House eine deepe und trippige Erscheinung, bis eine Swing- oder Jazz-Melodie alle wieder ins Hier und Jetzt zurückholt. Die Karten sind gemischt, es kann losgehen. Aber Vorsicht: Wir wissen ja alle wozu Spielsucht führen kann...